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Events - alte TV-Tips: 01.2005

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BR-alpha
23.00
Di.
11. 01.

15.00
Mi.
12. 01.
Alpha-geo   Naturdokumentation
Endlich Schnee!
"Winter in den Karpaten"
Bären, Brauchtum und Graf Dracula

Das Dorf Weilau war einst die Heimat von über 100 Siebenbürger Sachsen. Heute leben hier noch zehn. In den verlassenen Häusern haben sich Zigeuner einquartiert. Sie haben die protestantische Religion übernommen, zahlen Kirchensteuer und lernen deutsch - und das nach sächsischer Mundart.

Eine abenteuerliche Dampfbahnfahrt durch Schluchten und Wälder des Wassertals führt uns zu den Waldarbeitern von Viseu de Sus. Im Ort sind die Kinder bereits bei ihren Weihnachtsvorbereitungen. In Kostümen der Heiligen Drei Könige ziehen sie von Haus zu Haus. Auch die neuen Reichen kann man heute schon in Rumänien treffen, in den luxuriösen Hotels und auf den Skipisten, wohin es sonst nur die Touristen zieht. Touristen kommen nicht nur wegen Graf Dracula. Die Karpaten-Jagd-Gesellschaft empfängt ihre ausländischen Gäste. Sie haben eine Treibjagd auf Bären und Wildschweine gebucht. Natürlich muss man dann noch den Wohnsitz des Grafen Dracula besuchen. Die Hotels haben sich ganz auf diese Art Touristen eingestellt und versuchen, ihnen das Gruseln zu lehren. Der Film ist eine Winterreise durch eine bizarre Landschaft, durch eine Gesellschaft im Umbruch.

Endlich Schnee! - Naturdokumentation Dienstag, 11.01.2005
Beginn: 23.00 Uhr Ende: 23.45 Uhr Länge: 45 Min.
VPS: 23.00



3sat
12.45
Mi.
12. 01.
   Kriminalreport
Korruption - Alltag der Gefälligkeiten

Korruption gehört zum rumänischen Alltag. Selbst ausländische Investoren haben sich arrangiert. Reporter des Fernsehmagazins "Reporter Incognito" enthüllten wer, wann, wo und wie viel kassiert. Aber wer über Korruption berichtet, kritisiert die Mächtigen. Auch im "neuen" Rumänien ein Risiko: Als die Fernsehreporter den Bürgermeister der Metropole Constanta als kriminellen Bordellbetreiber enttarnen, wurde die Sendung auf politischen Druck vorerst eingestellt.

Korruption - Alltag der Gefälligkeiten - Kriminalreport Mittwoch, 12.01.2005
Beginn: 12.45 Uhr Ende: 13.00 Uhr Länge: 15 Min.
VPS: 12.45



ARTE
20.40
Mi.
12. 01.
16:9
   Dokumentarfilm
Das Experiment 770
"Gebären auf Befehl"

ZDF / © Westend Film & TV Produktion Es war das wohl größte soziale Experiment im Nachkriegseuropa und wurde vom Rest der Welt jahrzehntelang nicht wahrgenommen. Bis heute ist das rumänische Experiment 770 eine Randnotiz der Geschichte geblieben. Neue Dokumente, unveröffentlichte Archivaufnahmen und ergreifende Interviews ermöglichen es zum ersten Mal, die Geschichte einer ganzen Generation nachzuerzählen. Eine Generation, die nur geboren wurde, weil ein Diktator es so befahl.

1966 hatte der rumänische Staatschef Nicolae Ceausescu eine Vision vom "neuen", selbstbewussten, kommunistischen Menschen. Nach Vorbild und Wunsch des Diktators sollte eine ganze Generation ohne Erinnerungen an Rumäniens vorkommunistische Vergangenheit entstehen. Eine Generation, die seine Pläne von einem unabhängigen, selbstbestimmten Rumänien verwirklichen sollte. Die Geburtstunde dieser Generation wurde das Dekret 770 aus dem Jahre 1966, das Abtreibungen verbot und unter harte Bestrafung stellte. Frauen sollten nach Ceausescus Plan mindestens vier Kinder haben, und die Bevölkerung Rumäniens sollte innerhalb der nächsten 24 Jahre um zehn Millionen Menschen wachsen. An nichts sollte es dem neuen Menschen mangeln. Und dennoch weigerten sich rumänische Frauen Ceausescus Gebärmaschinen zu werden. Ein illegales Abtreibungsnetzwerk entstand. Selbst die offiziellen Statistiken sprechen von mehr als 11.000 Frauen, die ihr Leben durch verpfuschte, von Amateuren durchgeführte Abtreibungsversuche verloren. Ärzte, die illegal Schwangerschaftsabbrüche vornahmen, wurden zu langen Haftstrafen verurteilt. Frauen, die wegen Komplikationen ins Krankenhaus kamen, wurden noch auf dem OP-Tisch brutal verhört, um die Namen der Komplizen zu erfahren. Manchmal wurde ihnen sogar ärztlichen Beistand verweigert und sie starben qualvoll. Zwei Millionen Rumänen wurden in Folge des Dekrets geboren. Menschen, die es sonst nicht gegeben hätte, die in Rumänien "Decretei", Kinder des Dekrets, genannt wurden. Doch Ceausescus Rechnung ging nicht auf. 23 Jahre später weigerten sich "seine Kinder" - inzwischen erwachsen geworden - den Plan ihres symbolischen Vaters auszuführen. Die meisten Toten der rumänischen Revolution im Dezember 1989 waren nach 1966, dem Jahr des Dekrets 770, geboren. Fast alle Soldaten aus dem Exekutionskommando, das das Ehepaar Ceausescu erschoss, waren "Kinder des Dekrets".

Die Recherchen zu diesem Film dauerten über zwei Jahre. Zum ersten Mal willigten Betroffene und Täter ein, über dieses soziale Experiment, das fast jede rumänische Familie betraf, Zeugnis abzulegen, und die Geschichte der Kinder, die ihren symbolischen Vater töteten, zu erzählen.

Das Experiment 770 - Dokumentarfilm, D/Rumaenien/B 2004 Mittwoch, 12.01.2005
Beginn: 20.40 Uhr Ende: 21.50 Uhr Länge: 70 Min.
VPS: 20.45
Regie: Florian Iepan, Razvan Georgescu



3sat
21.30
Mi.
12. 01.
   Kulturreportage
Der Vampirjäger

Honorarfrei - nur für diese Sendung bei Nennung ZDF und WDR/Andreas Kölmel Der Glaube an Vampire und Werwölfe ist in den Bergen der transsilvanischen Karpaten tief verwurzelt. Der Bonner Wissenschaftler Peter Kreuter befasst sich seit Jahren mit diesem Phänomen. Immer wieder zieht es ihn nach Transsilvanien zu den Ursprüngen dieses Vampirglaubens. Dabei trifft er auf eine alte Frau, die das Grab ihres Mannes eigenhändig pfählte, weil sie den Toten für einen Vampir hielt. Er besucht eine alte Leichenwäscherin, die bei verdächtigen Toten auch schon mal Pfählungen am Sterbebett vornimmt.

Reporter Andreas Kölmel und Eva Schötteldreier begleiten den Wissenschaftler auch in ein kleines Dorf, in dem sich der jüngste Vampirfall ereignet hat. "Der Vampirjäger" ist eine Reise durch die transsilvanischen Karpaten, durch ein Land, in dem der Glaube an Vampire und Werwölfe noch immer weit verbreitet ist.

Der Vampirjäger - Kulturreportage Mittwoch, 12.01.2005
Beginn: 21.30 Uhr Ende: 22.00 Uhr Länge: 30 Min.
VPS: 21.30



ARD
00.35
Do.
20. 01.
FilmStereo
Befreiung KZ Auschwitz 60. Jahrestag   Spielfilm
Zug des Lebens

ARD Degeto 1941; irgendwo in Osteuropa: Ausgerechnet Schlomo, der Dorfnarr, bekommt es als Erster mit: Die deutschen Soldaten wüten unter den jüdischen Nachbardörfern und deportieren die Bewohner in Viehzügen mit unbekanntem Ziel. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann das eigene Dorf an der Reihe sein wird. In ihrer Verzweiflung fasst die kleine Gemeinde einen tollkühnen Entschluss: Das Dorf wird sich selbst deportieren, bevor die Nazis es tun. Nicht zu einem unbestimmten Ziel, sondern direkt ins Gelobte Land - nach Israel. Der rumänische Regisseur Radu Mihaileanu hat mit "Zug des Lebens" ein bezauberndes "Rail-Movie" geschaffen, das sich ganz in der Tradition von "Der große Diktator" und "Sein oder Nichtsein" über den deutschen Nationalsozialismus lustig macht, ohne das Dritte Reich und den Völkermord zu verharmlosen. Der vielfach international ausgezeichnete Film wird von vielen Kritikern mit Roberto Benignis thematisch verwandtem Meisterwerk "Das Leben ist schön" auf eine Stufe gestellt.

1941, im von Deutschen besetzten Osteuropa: Zunächst scheint es nur ein böses Gerücht zu sein, aber bald ist es ein unleugbarer Fakt: Die deutschen Nazi-Soldaten verschleppen komplette jüdische Dörfer, entmenschen ganze Landstriche. Dorfnarr Schlomo (Lionel Abelanski) begreift als Erster, dass seine kleine Gemeinde auch bald an der Reihe sein wird. Er überzeugt den Rabbi (Clément Harari), dass das Dorf unverzüglich handeln muss, um nicht ebenfalls Opfer des Nazi-Terrors zu werden. Der schnell zusammen gerufene Ältestenrat beschließt, den Deutschen zuvorzukommen - mit einem eigenen Deportationszug, der sich natürlich nicht in Richtung Konzentrationslager, sondern vielmehr ins Gelobte Land, Israel, aufmachen soll. Die Bewohner werden unverzüglich in "Gefangene" und "Nazi-Soldaten" aufgeteilt. Letztere müssen erst mal richtig "deutsch" lernen. Als Lehrer steht der erfahrene Schmecht (Johan Leysen) zur Verfügung, der den unwilligen Freiwilligen eine korrekte Aussprache und deutsche Zackigkeit beibringt. Nachdem der "Deportationszug" nach und nach zusammengekauft und mit Hakenkreuzen geschmückt worden ist, geht es endlich auf die große Reise in die Freiheit. Allerdings gibt es auf dem Weg dahin viele Abenteuer zu bestehen: Nicht nur misstrauische Nazi-Soldaten, sondern auch nationale Freiheitskämpfer sorgen für mehr als eine brenzliche Situation. Als ob dies nicht genug wäre, bricht im Zug auch noch der Kommunismus aus. Da passt es leider gar nicht, dass sich die als Nazi-Bewacher verkleideten Juden unter der Führung des autoritären Mordechai (Rufus) ein bisschen zu sehr mit ihrer Rolle identifizieren...

Autorenfilmer Radu Mihaileanu ist mit "Zug des Lebens" das Kunststück gelungen, die schreckliche Thematik der Judenvernichtung in einem intelligenten, sensiblen und dabei oft brüllend komischen "Rail-Movie" zu verarbeiten. Der Vergleich mit Roberto Benignis Film "Das Leben ist schön" braucht der "Zug des Lebens" nicht zu scheuen. Der außergewöhnliche Beitrag zu dem düstersten Kapitel der deutschen Geschichte wurde u.a. mit dem Publikumspreis 1999 beim Sundance Film Festival, dem Preis für das beste Debüt 1998 bei den Filmfestspielen Venedig, als bester ausländischer Film 2000 bei den Las Vegas Film Critics Society Awards und dem Publikumspreis 1998 auf dem Cottbusser Festival des Osteuropäischen Films ausgezeichnet.

In der Reihe "Befreiung KZ Auschwitz 60. Jahrestag" folgt am 26. Januar 2005 "Kindertransport - In eine fremde Welt".

Zug des Lebens - Spielfilm, B, F 1998 Donnerstag, 20.01.2005
Beginn: 00.35 Uhr Ende: 02.15 Uhr Länge: 100 Min.
VPS: 00.35
Darsteller: Lionel Abelanski (Schlomo), Rufus (Mordechai), Clément Harari (Rabbi), Michel Muller (Yossi), Bruno Abraham-Kremer (Yankele), Agathe de la Fontaine (Esther), Johan Leysen (Schmecht), Marie-Jose Nat (Sura)
Buch: Radu Mihaileanu
Musik: Goran Bregovic
Original Titel: Train de vie
Regie: Radu Mihaileanu



ARTE
00.25
So.
23. 01.
   Dokumentarfilm
Europolis

Rumänien im Jahr 2000. Sulina ist die letzte Stadt am Ufer der Donau, bevor der Fluss ins Schwarze Meer mündet. Die Leute im Donaudelta sagen, dass Sulina früher einmal Europolis hieß. Es war eine multikulturelle Handelsstadt. Heute ist Sulina von Sumpf und Wasser umgeben und von der Außenwelt vergessen. Wie leben die Menschen in dieser Einöde?

Im Donaudelta sagt man, dass die Stadt Sulina früher einmal Europolis hieß. Aber im Lauf der Zeit ist aus der einstmals multikulturellen Handelsstadt in Rumänien ein vergessener Ort geworden. "Europolis" wirft einen Blick auf drei Generationen: Ionut Tarasov ist 15, er lebt bei seinem Vater, einem Trinker. Weil er selbst für sich sorgen muss, stiehlt er, was auf den ausgeplünderten Schiffen der früheren Donaudelta-Flotte noch zu holen und zu verkaufen ist. Nicu ist 25 Jahre alt und Fischer. Er und sein Freund sind ein Team. Wenn sie im Winter das Boot auf den zugefrorenen Kanälen zu ihren Netzen ziehen, bricht manchmal das Eis unter ihren Füßen ein. Die beiden wohnen in einer Betonkonstruktion, die scheinbar aus dem Himmel auf den Deich gefallen ist. Doch nun ist der Freund beim Netzestehlen erwischt worden, Nicu bleibt allein zurück. Toni und Varvana sind um die 50 und seit 30 Jahren verheiratet. Toni trinkt viel und arbeitet wenig. Weil er seine Aufgaben vernachlässigt, bleibt die Arbeit immer öfter an Varvana hängen. Um ihren Mann wieder auf die rechte Bahn zu bringen, verabreicht sie ihm nach einem alten Ritual einen Zaubertrank.

Die sehr persönliche Herangehensweise des rumänischen Regisseurs Thomas Ciulei und die Intensität seiner Porträts lassen den Zuschauer auch die Gefühlswelt der Protagonisten verstehen.

"Europolis" erhielt unter anderem den Hauptpreis in der Kategorie "Fiction Documentary" beim Internationalen Dokumentarfilmfestival in Kalamata (Griechenland), den "Grand Prix du Jury Documentaire" beim Dokumentarfilmfestival "Entrevues" in Belfort (beide 2001) und den Preis für den besten Dokumentarfilm beim Festival dei Popoli in Florenz (2002).

Europolis - Dokumentarfilm, RO 2001 Sonntag, 23.01.2005
Beginn: 00.25 Uhr Ende: 01.50 Uhr Länge: 85 Min.
VPS: 00.20
Regie: Thomas Ciulei



3sat
21.15
So.
23. 01.
16:9
Dokumentarfilmzeit   Dokumentarfilm
Schachmatt - Strategie einer Revolution
"Eine Fallstudie amerikanischer und sowjetischer Außenpolitik"

Honorarfrei - nur für diese Sendung bei Nennung ZDF und ORF Wie fabriziert oder inszeniert man eine Revolution?

Susanne Brandstätter hat fast drei Jahre lang an ihrem Dokumentarfilm "Schachmatt - Strategie einer Revolution" gearbeitet, um die Hintergründe der rumänischen Revolution 1989 und des Sturzes von Diktator Nicolae Ceausescu aufdecken zu können. Ihr Film zeigt, wie und warum Deutschland, Ungarn und vor allem die USA hinter den Kulissen agiert haben. Dabei ging es nicht nur um das Wohl des rumänischen Volkes. Europas Einigung und Deutschlands Wiedervereinigung standen auf dem Spiel - und Amerikas Vormacht. Susanne Brandstätter stellt die Ereignisse in Rumänien in einen internationalen Kontext und lässt die ganze Dimension dieser Geschehnisse erkennen. Es war ein internationales Schachspiel - ein Machtspiel mit weit reichenden Folgen für Europa und die USA.

Schachmatt - Strategie einer Revolution - Dokumentarfilm, AT 2003 Sonntag, 23.01.2005
Beginn: 21.15 Uhr Ende: 22.15 Uhr Länge: 60 Min.
VPS: 21.15



Discovery
15.30
Di.
25. 01.
   Dokumentarserie
Schätze der Welt
"Osteuropa - Teil 2 (Europe's Eastern Treasures 2)"

Nach der neu errungenen Freiheit präsentieren die Städte Osteuropas ihre jahrhundertealten Reichtümer in Kunst und Architektur. Diese Episode widmet sich Bauwerken in Rumänien, Bulgarien und Tschechien.

Schätze der Welt - Dokumentarserie, USA 1998 Dienstag, 25.01.2005
Beginn: 15.30 Uhr Ende: 16.30 Uhr Länge: 60 Min.
Original Titel: Treasures of the World



SWR/SR
12.30
Do.
27. 01.
   Reisereportage
Bilder einer Landschaft
"Moldawien - Ein vergessenes Land"

Moldawien, ein vergessenes Land. Wer weiß schon, dass die kleine, seit 1991 unabhängige Republik zwischen Rumänien und der Ukraine liegt? Wer weiß schon, dass die meisten Moldauer rumänischstämmig sind, rumänisch sprechen und von einer Wiedervereinigung mit Rumänien dennoch nichts wissen wollen? Wer weiß, dass Moldawien zu den größten Weinproduzenten der Welt gehört? Und wer weiß schon, dass einhunderttausend Kolonisten aus Süddeutschland bis 1940 im damaligen Bessarabien friedlich neben Moldauern, Ukrainern, Russen, Polen, Juden, Gagausen und Bulgaren lebten?

Moldawien, ein vergessenes Land. Einen Reiseführer über Moldawien sucht man bis heute vergeblich. Moldawien, auch Moldau genannt, gehörte einst zu den reichsten Republiken der Sowjetunion. Inzwischen ist es das ärmste Land Europas, ärmer als Vietnam, Senegal und Papua-Neuguinea. Heizöl kann sich kaum jemand leisten. Und Benzin schon gar nicht. Das Pferd gehört wieder zum Dorfbild.

Die Schönheit Moldawiens erschließt sich nicht auf den ersten Blick. "Landschaft" ist hier gleichbedeutend mit "Landwirtschaft". Das hügelige Land mit seiner gerühmten Schwarzerde ist sehr fruchtbar. 63 Prozent der Fläche Moldawiens stehen unter dem Pflug. Das ist Rekord. Doch, Ironie des Schicksals: Das "reiche" Land bekommt seinen Wein, sein Getreide, sein Gemüse und sein Obst auf dem Weltmarkt nicht los.

Moldova, wie die Menschen ihr Land selbst nennen, liegt am Schnittpunkt zwischen Asien und Europa. Das fruchtbare Land war schon immer ein Zankapfel. Seit der Altsteinzeit lebten hier bereits über 100 Kulturen und Völker. Doch keiner Kultur ist es bisher gelungen, langfristig sesshaft zu werden. Die zahlreichen Felsenklöster, die liebevoll restaurierten Kirchen oder der von den Römern errichtete Trajan-Wall erzählen von dieser Geschichte.

Im Süden Moldawiens erstreckt sich Bessarabien, ein verheißungsvoller Name, der einst an die zehntausend Schwaben ins Land lockte. 66 Hektar Land stellte das russische Zarenreich zu Beginn des 19. Jahrhunderts jedem Siedler zur Verfügung. Bald erzielte das kleine Bessarabien ein höheres Bruttosozialprodukt als Württemberg und Baden zusammen. 1940 verordnete das Nazideutschland den Kolonisten die "Heimkehr ins Reich". Umso mehr überrascht es, dass in dem kleinen Dorf Soviewka noch immer eine deutsche Frau lebt.

Bilder einer Landschaft - Reisereportage Donnerstag, 27.01.2005
Beginn: 12.30 Uhr Ende: 13.15 Uhr Länge: 45 Min.
VPS: 12.30




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