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Sa. 05. 10. |
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Di. 09. 10. |
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Albatros
Folge 1,
"Transsilvanien! Durch die rumänischen Karpaten"
Transsilvanien, das klingt fremd, ein bisschen unheimlich und vor allem sehr nach Dracula.
Umgeben und geschützt von 1500 Kilometern Karpatenbogen gibt es in dieser Region Rumäniens viel zu entdecken:
endlose Wälder, magische Landschaft, Wildtiere, viel europäische und deutsche Geschichte und vor allem: unfassbar
gastfreundliche, aufgeschlossenen Menschen.
Der Film beginnt in den Waldkarpaten, nahe der ukrainischen Grenze. Das Ziel: einmal von Norden nach Süden durch die
rumänischen Karpaten. Und dabei kommt das Fernsehteam an Orte, wo bisher noch nie ein deutsches Kamerateam gedreht hat.
In der Maramuresch, so heißt das Gebiet der Waldkarpaten, bezaubert die liebliche Landschaft mit ihren sanft geschwungenen
Hügeln. Die Maramuresch liegt in einem nicht ganz leicht zugänglichen Talkessel und dadurch ist eine ganz besondere Region
erhalten. Denn die unzähligen Eroberer, die im Laufe der Jahrhunderte durch Osteuropa zogen, haben es nie geschafft,
die abgelegene Maramuresch zu erobern. So trifft der Reisende hier auf eine Landschaft und Menschen, die sich sehr viel Ursprüngliches
und Eigenes bewahrt haben. Pferdewagen sind das wichtigste Verkehrsmittel, die Wiesen werden mit Sensen gemäht und das Feld mit Hacken
und Ochsenkarren beackert. Eine Reise nach Transsilvanien bedeutet auch eine Reise in die Vergangenheit. Vor den Häusern sitzen die
Menschen und spinnen die geschorene Wolle. Ihr stolzer Blick verrät, dass sie sich ihrer Geschichte bewusst sind.
In den wilden Wäldern gibt es nur wenig Strassen. Im Holzfällertal bei Viseu de Sus übernimmt eine Waldeisenbahn den
Transport. Die kleine Dampflok kämpft tapfer gegen das 21. Jahrhundert an. Die Waldbahn im Wassertal ist die letzte ihrer Art in Europa.
Vor 80 Jahren noch gab es Dutzende dieser Bahnen. Sie lösten das umständliche Flössen ab und galten damals als technische
Revolution des Holztransportes. Die Dampflok bringt die Holzfäller zur Arbeit. Hoch hinauf in den in den gigantischen Wald.
Die gefällten Bäume nimmt die Schmalspur-Bahn auf dem Rückweg durchs enge Tal mit hinunter.
Wir verlassen das Gebirge und folgen dem Fluss Bistritz. In dem kleinen Ort Holda treffen wir Dietmar Schüler.
Vor zehn Jahren kam er bei einer Urlaubstour mit dem Schlauchboot durch Holda und verliebte sich in die Rumänin Manu.
Heute haben die beiden drei Kinder, ein kleines Haus und ein Sägewerk. Die Schülers haben sich ganz bewusst für ein einfaches,
sehr naturverbundenes Leben in Rumänien entschieden.
Weiter auf dem Weg Richtung Süden trifft das Fernsehteam auf Schäfer, die das ganze Jahr durch mit ihren Tieren
über die unendlichen Wiesen ziehen und jeden Tag aufs neue ihren köstlichen Schafskäse herstellen.
Zum Schutz vor Wolf und Bär halten sie ihre berühmten Hirtenhunde.
Auch auf die Spuren der Wildtiere begibt sich das WDR-Team. Denn nirgendwo in Europa gibt es noch so viele Wölfe,
Bären und Luchse. Der deutsche Biologe Christoph Promberger hat in den letzten zehn Jahren ein einzigartiges Tier- und
Naturschutzprojekt aufgebaut, direkt am Nationalpark Königstein.
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