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"Zu Besuch bei den Karpaten-Deutschen" Die Zips ist ein Landstrich, in dem "nicht ständig einer auf die Uhr schaut", wie die Gastwirtin Emilia Funa sagt. Sie gehört zu den etwa 2.000 Deutschstämmigen, die in dieser abgelegenen Region der rumänischen Karpaten leben. Vor 200 Jahren kamen deutsche Köhler und Holzfäller auf der Suche nach Arbeit und Brot in die Abgeschiedenheit des rumänischen Nordens und ließen sich hier als Bauern oder wieder als Holzfäller nieder. Noch heute sprechen sie deutsch untereinander. Und besonders zur Weihnachtszeit zeigt sich, wie viele Bräuche und Traditionen sie aus der alten Heimat mitgebracht und bewahrt haben. Glockenbehangene "Schwarze Bogar" spuken dann durch die Gassen, und beim Herodes-Spiel werden 200 Jahre alte Texte gesprochen. Der Winter ist lang und hart in der Zips. Die wochenlangen Weihnachtsvorbereitungen und das abendliche Geschichtenerzählen am Kamin sollen ihn verkürzen. Aber die Holzfäller fahren auch bei Eis und Schnee mit ihrem alten Schienenbus in die Wälder. Emilia Funa wird nicht nach Deutschland auswandern, denn "hier kann man viel freier leben", schwärmt sie. |
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Rumänien: Vorläufige Ergebnisse der Präsidentschafts- und Parlamentswahl vom Sonntag |
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"Magie im Namen Gottes" Etwas glühende Kohle, eine handvoll Blei, ein Eimer Wasser und der richtige Zauberspruch- das sind die Arbeitsmittel von Dorfhexe Marikanini, der guten Seele von Miklosvar, einem Dorf am Fuß der rumänischen Karpaten. Ihre Fähigkeit zu "heilen" und zu helfen wird in ihrer Heimat nicht beargwöhnt. Im Gegenteil, der Beruf der Dorfhexe ist in der Abgeschiedenheit Transsilvaniens etwas ganz Selbstverständliches. Der Glaube an die Kraft ihrer guten Magie ist eng verbunden mit dem festen Glauben an Gott. Aber das allein reicht noch nicht. In einer Gegend, wo Reformierte, Orthodoxe und Katholiken leben, ist auch die Konfession entscheidend: "Man muss katholisch sein", sagt Oma Marikanini, "sonst funktioniert das Ganze nicht". Graf Kalnoky, der vor einigen Jahren das Stammschloss seiner Familie zurückkaufte und sich nun bemüht, der ganzen Region auf die Beine zu helfen, ist glücklicherweise katholisch. Deshalb hat er gute Chancen, dass Hexe Marikaninis Zauber gegen seine Schlafstörungen auch wirkt. Jedenfalls hat sie schon einmal die bösen Geister aus seinem Haus vertrieben, so dass zumindest seine Angestellten sich wieder hinein trauen. Dorfpfarrer Akos Szabo hat ein entspanntes Verhältnis zur Hexerei. Schließlich nehmen ihm die alten Frauen mit ihren magischen Ritualen einen Teil der Arbeit ab. Marikanini und ihre Kolleginnen fühlen sich nämlich auch für die persönlichen Nöte ihrer Mitmenschen zuständig. Miklosvar und seine Nachbardörfer wirken wie einem alten Märchen entsprungen. Pferdewagen und Ziehbrunnen sind noch genau so selbstverständlich wie baufällige Holzhäuser und tiefe Schlaglöcher in den unbefestigten Straßen. Es gibt keinen Arzt und erst recht keinen Psychotherapeuten, wenn die Seele krank ist. Kein Wunder also, dass die Heilerfahrungen und magischen Sprüche von Dorfhexe Marikanini gefragt sind. |
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"Magie im Namen Gottes" Etwas glühende Kohle, eine handvoll Blei, ein Eimer Wasser und der richtige Zauberspruch- das sind die Arbeitsmittel von Dorfhexe Marikanini, der guten Seele von Miklosvar, einem Dorf am Fuß der rumänischen Karpaten. Ihre Fähigkeit zu "heilen" und zu helfen wird in ihrer Heimat nicht beargwöhnt. Im Gegenteil, der Beruf der Dorfhexe ist in der Abgeschiedenheit Transsilvaniens etwas ganz Selbstverständliches. Der Glaube an die Kraft ihrer guten Magie ist eng verbunden mit dem festen Glauben an Gott. Aber das allein reicht noch nicht. In einer Gegend, wo Reformierte, Orthodoxe und Katholiken leben, ist auch die Konfession entscheidend: "Man muss katholisch sein", sagt Oma Marikanini, "sonst funktioniert das Ganze nicht". Graf Kalnoky, der vor einigen Jahren das Stammschloss seiner Familie zurückkaufte und sich nun bemüht, der ganzen Region auf die Beine zu helfen, ist glücklicherweise katholisch. Deshalb hat er gute Chancen, dass Hexe Marikaninis Zauber gegen seine Schlafstörungen auch wirkt. Jedenfalls hat sie schon einmal die bösen Geister aus seinem Haus vertrieben, so dass zumindest seine Angestellten sich wieder hinein trauen. Dorfpfarrer Akos Szabo hat ein entspanntes Verhältnis zur Hexerei. Schließlich nehmen ihm die alten Frauen mit ihren magischen Ritualen einen Teil der Arbeit ab. Marikanini und ihre Kolleginnen fühlen sich nämlich auch für die persönlichen Nöte ihrer Mitmenschen zuständig. Miklosvar und seine Nachbardörfer wirken wie einem alten Märchen entsprungen. Pferdewagen und Ziehbrunnen sind noch genau so selbstverständlich wie baufällige Holzhäuser und tiefe Schlaglöcher in den unbefestigten Straßen. Es gibt keinen Arzt und erst recht keinen Psychotherapeuten, wenn die Seele krank ist. Kein Wunder also, dass die Heilerfahrungen und magischen Sprüche von Dorfhexe Marikanini gefragt sind. |
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Themen: - Ukraine: Die Zerstörung des Donaudeltas - Drillcamp für schwererziehbare Jugendliche - Junge Politiker - Beruf: Popstar Diesmal reisen die "Absolut"-Reporter in die Ukraine, wo Umweltschützer gegen den Bau eines Donaukanals protestieren. Ukraine: Die Zerstörung des Donaudeltas Ungläubig beobachten Ira Kowalenko und Anatoli Onoshko, zwei Umweltaktivisten aus der Westukraine, das riesige Baggerschiff im Bistroye-Kanal. Seit mehreren Monaten baut die ukrainische Regierung einen Kanal durch das "Naturschutzgebiet Donaudelta". Demnächst sollen Hochseeschiffe ohne den Umweg über Rumänien ins Schwarze Meer fahren können. Dagegen hagelt es internationalen Protest: Durch den Bau werde das einzigartige Biosphärenreservat zerstört. Naturschützer wie Ira und Anatoli fürchten, dass im schlimmsten Fall sogar das gesamte Fluss-Delta trockengelegt werden könnte. |
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"Der Aufbruch im Osten" ![]() Brussig beschreibt den Aufbruch im Osten und seine Kosten. Er geht in der Geschichte zurück. Wie Jakob Hein ... Wie Richard Wagner in seiner Chronik einer schwäbischen Handwerkerfamilie im (rumänischen) Banat, "Habseligkeiten". Drei Geschichten, drei Autoren, drei - verschiedene - Zugänge zu einer Lebensweise, die Geschichte geworden ist. |
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Dracula: eine Legende, ein Mythos. Seine Heimat sind die verlassenen Berge der transsilvanischen Karpaten. Der Glaube an Vampire und Werwölfe ist dort - vor allem in den ländlichen Gebieten - tief verwurzelt. Der Bonner Wissenschaftler Peter Kreuter befasst sich seit Jahren mit diesem Phänomen. Immer wieder bricht er auf, um in Transsilvanien nach den Ursprüngen dieses Vampirglaubens zu forschen. Die Filmautoren Eva Schötteldreier und Andreas Kölmel haben die Forschungsreise des Vampirjägers begleitet: eine Reise durch die transsilvanischen Karpaten, durch ein Land, in dem der Glaube an Vampire und Werwölfe noch immer weit verbreitet ist. |
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"Die sieben Todsünden: Zorn / Völlerei" Zorn: 25 Jahre lang hatte Nikolae Ceausescus Regime die rumänische Bevölkerung brutal unterdrückt. Die Überwindung der jahrzehntelang angestauten Angst und des feigen Gehorsams explodierte fast auf den Tag genau vor 15 Jahren in Gewaltexzessen und führte zu einem kollektiven Ruf nach Rache. Der Frage nach einem "gerechten Zorn" widmet sich der Dokumentarfilm anhand dieser Rumänischen Revolution. |
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"Die Waldbahn der Karpaten" ![]() Oberwischau und das angrenzende Wassertal sind Orte lebendiger Geschichte. Umschlossen von den tiefen Wäldern der Karpaten fanden hier Rumänen, Juden, Ungarn und Deutsche eine gemeinsame Heimat. An diesem Ort märchenhafter Sagen und Geschichten überlebte eine vergessen geglaubte Verbindung aus Feuer, Wasser und Stahl - eine der letzten mit Dampf betriebenen Waldbahnen Europas. Der junge Feuermacher Gheorghe Andreica setzt die Kleindiesellok "Cozia-1" sechs Tage in der Woche unter Dampf. Immer schon war das Wassertal ein Zentrum des Holzeinschlags. Und auch heute noch transportiert die Schmalspurbahn Holzfäller hinauf in die tiefen Wälder der Maramures und etwa 200 Tonnen Holz zurück ins Tal. Doch die Waldbahn ist bedroht - durch Überschwemmungen und die ökonomische Schwäche der Region. Gheorghe Andreicas größter Wunsch ist es trotzdem, eines Tages Zugführer der Waldbahn zu werden. Doch dafür muss er sich in den Augen seines Chefs erst einmal bewähren. Und so ist jede Fahrt für Gheorghe Andreica eine Reise mit Emotionen, Ängsten und Hoffnungen. |
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"Zu Besuch bei den Karpaten-Deutschen" Die Zips ist ein Landstrich, in dem "nicht ständig einer auf die Uhr schaut", wie die Gastwirtin Emilia Funa sagt. Sie gehört zu den etwa 2.000 Deutschstämmigen, die in dieser abgelegenen Region der rumänischen Karpaten leben. Vor 200 Jahren kamen deutsche Köhler und Holzfäller auf der Suche nach Arbeit und Brot in die Abgeschiedenheit des rumänischen Nordens, ließen sich hier nieder, als Bauern und auch wieder als Holzfäller. Noch heute sprechen sie deutsch untereinander. Und besonders zur Weihnachtszeit zeigt sich, wie viele Bräuche und Traditionen sie aus der alten Heimat mitgebracht und bewahrt haben. Glockenbehangene "Schwarze Bogar" spuken dann durch die Gassen, und beim Herodes-Spiel werden 200 Jahre alte Texte gesprochen. Der Winter ist lang und hart in der Zips. Die wochenlangen Weihnachtsvorbereitungen und das abendliche Geschichtenerzählen am Kamin sollen ihn verkürzen. Aber die Holzfäller fahren auch bei Eis und Schnee mit ihrem alten Schienenbus in die Wälder. Emilia Funa wird nicht nach Deutschland auswandern, denn "hier kann man viel freier leben", schwärmt sie. |
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"Bären, Brauchtum und Graf Dracula" Das Dorf Weilau war einst die Heimat von über 100 Siebenbürger Sachsen. Heute leben hier noch zehn. In den verlassenen Häusern haben sich Zigeuner einquartiert. Sie haben die protestantische Religion übernommen, zahlen Kirchensteuer und lernen deutsch - und das nach sächsischer Mundart. Eine abenteuerliche Dampfbahnfahrt durch Schluchten und Wälder des Wassertals führt uns zu den Waldarbeitern von Viseu de Sus. Im Ort sind die Kinder bereits bei ihren Weihnachtsvorbereitungen. In Kostümen der Heiligen Drei Könige ziehen sie von Haus zu Haus. Auch die neuen Reichen kann man heute schon in Rumänien treffen, in den luxuriösen Hotels und auf den Skipisten, wohin es sonst nur die Touristen zieht. Touristen kommen nicht nur wegen Graf Dracula. Die Karpaten-Jagd-Gesellschaft empfängt ihre ausländischen Gäste. Sie haben eine Treibjagd auf Bären und Wildschweine gebucht. Natürlich muss man dann noch den Wohnsitz des Grafen Dracula besuchen. Die Hotels haben sich ganz auf diese Art Touristen eingestellt und versuchen, ihnen das Gruseln zu lehren. Der Film ist eine Winterreise durch eine bizarre Landschaft, durch eine Gesellschaft im Umbruch. |
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"Eine Reise durch Osteuropa" ![]() Das Kamerateam besucht die letzten Siebenbürger Sachsen in Rumänien und Angehörige der Roma-Minderheit in Bulgarien. ... |
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