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Reiseberichte: Scholten 2006

und wieder Scholten...

Auch in diesem Jahr ging die Reise nach Siebenbürgen; diesmal mit der Bahn - alles pünktlich und gut. Nach ca. 24 Stunden Fahrt kamen wir in Karlsburg an und erhielten bei Wagners ein gutes Frühstück. Geldwechseln, Gang über den Markt, Schaufensterbummel sowie der Besuch der diakonischen Einrichtungen füllten den Vormittag aus. Für uns war eindrucksvoll die Pflegestation für 5 Patienten. Ihre Not war groß. Jetzt werden sie mit einfachen Mitteln liebevoll gepflegt.

Mühle und Bäckerei der Diakonie schienen zwischendurch von der Schließung bedroht, weil es hieß, sie entsprächen nicht mehr den EU-Normen. Am Ende chaotischer Behördenstreitigkeiten Aufatmen: Es ist doch alles in Ordnung.

Mittags ging's dann über sehr, sehr schlechte Straßen nach Scholten, wo wir im Altenheim fröhlich begrüßt wurden. Die 30 alten Menschen helfen mit, wo sie noch können. Einige decken den Tisch, eine Frau sammelte Reste vom Brot für die Katzen. Neben Hunden gab es ein neues Haustier: ein Lämmchen, das vergnügt auf dem Hof herumlief, aber auch mal in den Speisesaal kam. Das entspricht sicher nicht den EU-Normen, ist aber ein Zeichen dafür, wie sehr die Heimbewohner auch ihr eigenes Bedürfnis leben können, zu schützen, zu pflegen und zu lieben.

Am Sonntag zum Bezirksgemeindefest konnten neben den gesunden Gemeindegliedern 10 Altenheim - Bewohner mitfahren nach Medias. Dort überraschte uns die große Teilnehmerzahl von über 400 Menschen aus 40 Gemeinden. Der Gottesdienst erhielt durch unsere Bläser einen festlichen Klang. Als sie nachher im Festzelt Siebenbürger Heimatlieder bliesen, blieb kein Auge trocken.
Am Nachmittag erfreuten uns die Jugendlichen mit Musik und Gesang und Spielen.

In Scholten hatten wir viele Gespräche mit den Gemeindemitgliedern. Viele Probleme wurden angesprochen. Die Einsamkeit im Alter ist auch dort schwer.

Wieder schön waren die Fahrten nach Langenthal (Besuche und Ständchen bei alten Menschen) und Meschen.
In Meschen im Kinderheim waren die Kinder fröhlich auf dem Hof und im Garten. Auch Cassy, ein leukämie-krankes Mädel lief munter mit den anderen Kindern umher - nur zu erkennen durch ihre rote Mütze.

Der Abschluss der Reise war am 1. Mai das Maiblasen durch Scholten, und mittags gab's im Altenheim ein Gemeindefest mit der Gemeinde und den Altenheim-Bewohnern.

Nach diesen ausgefüllten Tagen ging es dann abends wieder zurück über Karlsburg - Wien nach Benthe, wo wir am nächsten Abend wieder ankamen. Es war eine sehr schöne Reise mit frohen und traurigen Begegnungen.

Isa Schulze und Friedrich Strauß
Der Mai kommt nach Scholten
Der Mai kommt nach Scholten

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