Sa   01. März 2008
17:05 ORF2 Erlebnis Österreich

bis 17:30 25 min Doppeladler und Halbmond: Altes Österreich - neues Europa  Doppeladler und Halbmond: Altes Österreich - neues Europa

Dokumentation.
Um das neue Europa kennen zu lernen und Spuren der alten großen Heimat Österreich-Ungarn zu entdecken, hat sich der Geschichtsverein für Kärnten auf den Weg gemacht um die östlichen Gebiete der k.u.k. Doppelmonarchie zu bereisen. Eine illustre Gesellschaft auf einer Rundreise durch Kroatien, Serbien, Rumänien und über Ungarn wieder zurück nach Kärnten. Unter ihnen waren Mitglieder alter österreichischer Adelsfamilien, einige sind aus diesen Gebieten in ihrer Jugend geflüchtet und hatten so Gelegenheit ihre alte Heimat wieder zu sehen.  

02:45 ZDF-doku Stromlinien der Geschichte

bis 03:30 45 min Die Donau  Die Donau

Vor 15 Millionen Jahren schießt ein Meteoritenschwarm auf die Erde zu. Seine Trümmer streifen Mitteleuropa. Im Zentrum der Kollision, zwischen dem heutigen Schwarzwald und dem Bayerischen Wald, wird das gesamte Wassernetz zerstört. In der neuen Landschaft, die das Ereignis hinterlässt, sucht sich die Urdonau sehr viel später einen Weg. Mehrmals ändert sie ihren Verlauf. Aber die Trümmer aus dem All haben Weichen gestellt, dass sie von Westen nach Osten fließen muss - einmalig im gesamten europäischen Abflusssystem. So wurde die Donau das, was sie heute ist: mit zehn Anrainerstaaten Europas internationalster Wasserweg. Ein breites Band zwischen der westlichen Welt und dem Orient. Strom der Glückseligkeit haben die Skythen die Donau genannt. Sie schenkte den Völkern an ihren Ufern Fruchtbarkeit im Überfluss, ein weit verzweigtes Wassernetz, eine große Beweglichkeit. Und mit der neusteinzeitlichen Vinca-Kultur auf dem Balkan vielleicht sogar den Anfang einer Schrift, die Morgendämmerung der europäischen Zivilisation. Aber es gibt auch die dunklen Seiten der Donau, genügend geologische und historische Abgründe, die dieser Strom auf seiner weiten Reise vom Schwarzwald bis zur Mündung ins Schwarze Meer überwinden muss. Sie beginnen gleich in seinem unübersichtlichen Quellgebiet. Kaum ist die Donau entsprungen, da verschwindet sie schon wieder im Untergrund. Dahinter verbirgt sich der Rhein, ihr größter Konkurrent. Er gräbt der Donau das Wasser ab. Seit dem Römischen Reich waren alle Großmächte Europas am Mittellauf der Donau interessiert. Die vielen Völker, die hier versammelt sind, haben Sternstunden der Menschheit miterlebt, aber noch häufiger das Gegenteil davon: Bruderkriege, Nationalismus und blinde Gewalt bis in die jüngste Gegenwart. Jederzeit und überall war und ist diese Stromlinie der Geschichte für überraschende Veränderungen gut.  



Di   04. März 2008
11:30 NDR Wisente und Wölfe

bis 12:15 45 min    

Wisente - die Giganten Osteuropas. Kein anderes Säugetier in Europa ist größer und gewaltiger als sie. Die Jagd hatte sie an den Rand der Ausrottung gebracht, und nur intensive Züchtungsprogramme haben diese charismatischen Tiere gerettet. Der Film begleitet über zwei Jahre das Leben eines kleinen Wisentkalbes, zeigt die Geburt der kleinen Marisha in Gefangenschaft und den schwierigen Start ins Leben. Ihre Mutter hatte nicht ausreichend Milch, und so wurde sie mit der Flasche groß gezogen. Als junge Kuh wird Marisha in die Freiheit entlassen. Doch wird sie sich in der Wildnis behaupten können? In der Grenzregion zwischen der Slowakei, Polen und der Ukraine, im Gebirge der Karpaten ziehen die letzten frei lebenden Wisente der Welt durch die weiten Wälder. Wie vor Tausenden von Jahren leben sie hier wild und auf sich alleine gestellt. Nach Startschwierigkeiten wird Marisha schließlich in eine Herde aufgenommen, und schon bald bekommt sie ihr erstes eigenes Kalb. Die Kamera ist bei den ersten unsicheren Schritten im Sommer dabei und auch, wenn die Tiere im Herbst zu tieferen Weidegründen ziehen. Dabei wird die Herde von einem Wolfsrudel begleitet. Doch auch andere Jäger warten auf eine günstige Gelegenheit, etwa Bären. Werden Mutter und Kalb den Winter überleben?.  



Mi   05. März 2008
20:45 mdr Schlupfwinkel statt Knast

bis 21:15 30 min Neuanfang für schwierige Jugendliche  Reportage

Wer nach Visen de Sus in den rumänischen Karpaten kommt, ist in Deutschland kein unbeschriebenes Blatt. Das Wasser müssen sie vom zwei Kilometer entfernten Brunnen selbst holen, Strom gibt es nur für wenige Stunden am Tag und auch der Ofen wärmt nicht allein! Für anderthalb Jahre ist der "Schlupfwinkel" das Zuhause vier schwieriger Jugendlicher. Der Chef des "Schlupfwinkels" ist Bert Schumann, einst Geschäftsführer des Diakonischen Werkes in Fürstenwalde. Er kümmert sich seit 2002 um Jugendliche, mit "denen man sich in Deutschland nicht mehr zu helfen weiß". Er will sie auf ein normales Leben in Deutschland vorbereiten. Die Jugendlichen müssen den Hof versorgen, handwerklich arbeiten. Hausmeister und Viehzüchter sind sie selbst. Jeder hat sein eigenes Tier, muss pflügen, ausmisten oder kochen. Mit dieser Mischung aus körperlicher Arbeit und Therapie in den rumänischen Karpaten versucht Bert Schumann, die Jugendlichen aus ihrem sozial gestörten und meist auch kriminellen Heimatmilieu zu lösen, was sie und ihr Verhalten enorm verändert. Zugleich lernen sie eine Welt kennen, in der es völlig andere Probleme gibt: keinerlei Wohlstand, ungewohnte Familienstrukturen, andere Prioritäten. Wer hier lernt, den Alltag zu meistern, erhält zwischen Ostsee und Alpenvorland eine Lehrstelle und Anschluss an eine deutsche Familie.  



Sa   08. März 2008
00:35 Kabel eins Fürst der Finsternis - Die wahre Geschichte von Dracula

bis 02:10 84 min USA 2000  TV-Horrordrama

 



So   09. März 2008
09:00 hr Europas schönster Salon

bis 09:30 30 min Das Café Florian in Venedig  Das Caffè Florian in Venedig

Das "Florian" ist wohl das berühmteste historische Café der Welt. Seit seiner Eröffnung im Jahre 1720 ist es gewissermaßen ein Symbol für Venedig. Will man den Anekdoten, Gerüchten und Geschichten Glauben schenken, hat hier schon so gut wie jeder Literat, Dichter, Politiker, Schauspieler, Musiker, Maler einmal gesessen, seinen Kaffee oder seinen Cocktail getrunken und die Piazza San Marco auf sich wirken lassen. Es ist ein "Who's who in Man's history" - festgehalten in Romanen, Gedichten, Tagebuchnotizen der Großen der Welt, gemalt von den Meistern der "Serenissima Repubblica di Venezia" Francesco Guardi und Canaletto. Wie eh und je gehört es auch heute zu den Freuden eines Venedigbesuchs, auf der Terrasse oder in einem der historischen Räume des "Florian" zu verweilen, den Klängen des Orchesters zu lauschen und die Geschichte des Cafés und der Stadt auf sich wirken zu lassen. Die beiden Orchester, die im Sommer 1992 für die Gäste des "Florian" aufspielten, begleiten durch den Film: ein Trio aus Bukarest und ein italienisch-ungarisches Quartett mit zwei hervorragenden Zigeunergeigern. Jürgen Wilcke erzählt Geschichten um die Geschichte des "Café Florian" und seiner illustren Gäste. Es ist eine Reise in die Zeit und in die Historie der Stadt Venedig, die seit Jahrhunderten ihr Aussehen kaum verändert hat und noch heute erscheint wie auf den Veduten Guardis und Canalettos. Szenen mit historischen Kostümen zu Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Giuseppe Verdi, Georges Boulanger lassen im Film die Jahre 1720, 1780, 1866 und 1920 noch einmal aufleben.  



Mo   10. März 2008
21:00 rbb "... bis neulich"

bis 21:45 45 min Das Jubiläumsprogramm  Das Jubiläumsprogramm

Kabarettprogramm mit Volker Pispers.
Einen Streifzug durch die aktuellen Klassiker aus 20 Jahren Kabarett unternimmt Volker Pispers in seinem Jubiläumsprogramm "Bis neulich". Er bringt hier all die Texte auf die Bühne, "die ich selber gerne noch einmal hören möchte" - und ver-knüpft sie mit dem Tagesgeschehen und der eigenen gefühlten Wirklichkeit: "Glauben Sie keinem Wirtschaftexperten! Wer weiß, was in 15 Jahren ist. Wenn ich Ihnen 1989 gesagt hätte, 2004 tritt Rumänien der NATO bei und schlägt Deutschland im Fußball mit der Reservemannschaft 4:1, Sie hätten die Jungs mit den Jäckchen kommen lassen, seien Sie doch ehrlich." Respekt sucht man in Volker Pispers Programm vergeblich. Unverblümt, krass und direkt pendelt er zwischen bitterböse und charmant-witzig - ob er Wahllügen und Wirtschaftprognosen entlarvt, die wahren Ursachen für die Staatsverschuldung aufdeckt, die Dopingfreigabe fördert oder erklärt: "Das Schlimme ist: Wir haben nicht nur keine Regierung, wir haben auch keine Opposition". Berühmt-berüchtigt sind seine gewagten Rechenoperationen. So kommt er beim Thema "Subventionspolitik" von den Arbeitslosen über die Bauern und die zugelassenen Kassenärzte zu den Gefängnisinsassen und schließlich zum Ergebnis: "Für das Geld, was zehn Arbeits-lose kosten, könnte man 120 von ihnen einsperren." Volker Pispers beschäftigen bis heute "so abgefahrene Themen wie Arbeitslosigkeit, Fremdenfeindlichkeit und Staatsverschuldung - alles Dinge, die wir längst hinter uns haben". Er fragt sich: "Braucht man eigentlich ein Gen-Defekt, um Politiker zu werden?", schlägt "einen kleinen Pranger auf dem Marktsplatz" als Mittel gegen Politikverdrossenheit vor und hat den ultimativen Tipp für einen richtig lustigen Nach-mittag: "Lesen Sie die Wirtschaftsprognosen von vor 15 oder 20 Jahren. Damals war der Japaner unser Vorbild. Gut, dass wir nicht gefolgt sind. Heute ist Japan pleiterer, als es die DDR je war."  

23:30 Länder - Menschen - Abenteuer

bis 00:15 45 min Die Karpaten (1/2): Im Norden und Osten Rumäniens  Die Karpaten (1/2): Im Norden und Osten Rumäniens

Die Karpaten machen fast ein Drittel Rumäniens aus und bestimmen wesentlich den Charakter des Landes. Ein halbes Jahr - vom Winter bis zum Sommer - war Georg Feigl in abgelegenen Gebirgsregionen unterwegs, wo nicht selten die Zeit stehengeblieben scheint, wo statt moderner Technik alte handwerkliche und kunsthandwerkliche Traditionen wichtig sind. So entstand ein stimmungsvoller Bericht über wenig bekannte Naturschönheiten, selten gewordene Tiere und über einfaches, aber nicht leichtes Leben auf dem Lande. Im ersten Teil wird gezeigt: Dörfer in der Maramuresch; der heitere Friedhof von Sapinta; das von der Moderne kaum berührte Rodna-Gebirge mit reicher Pflanzen- und Tierwelt (Wölfe, Luchse) im Nationalpark Pietrosu Mare; der Alltag der Holzfäller, ein typischer Wochenmarkt; das Kloster Moldovitsa in der Bukowina.  

01:05 arte Das Experiment 770

bis 02:10 67 min Gebären auf Befehl  Gebären auf Befehl

1966 hatte der rumänische Staatschef Nicolae Ceausescu eine Vision vom "neuen", selbstbewussten, kommunistischen Menschen. Nach Vorbild und Wunsch des Diktators sollte eine ganze Generation ohne Erinnerungen an Rumäniens vorkommunistische Vergangenheit entstehen. Eine Generation, die seine Pläne von einem unabhängigen, selbstbestimmten Rumänien verwirklichen sollte. Die Geburtstunde dieser Generation wurde das Dekret 770 aus dem Jahre 1966, das Abtreibungen verbot und unter harte Bestrafung stellte. Frauen sollten nach Ceausescus Plan mindestens vier Kinder haben, und die Bevölkerung Rumäniens sollte innerhalb der nächsten 24 Jahre um zehn Millionen Menschen wachsen. An nichts sollte es dem neuen Menschen mangeln. Und dennoch weigerten sich rumänische Frauen Ceausescus Gebärmaschinen zu werden. Ein illegales Abtreibungsnetzwerk entstand. Selbst die offiziellen Statistiken sprechen von mehr als 11.000 Frauen, die ihr Leben durch verpfuschte, von Amateuren durchgeführte Abtreibungsversuche verloren. Ärzte, die illegal Schwangerschaftsabbrüche vornahmen, wurden zu langen Haftstrafen verurteilt. Frauen, die wegen Komplikationen ins Krankenhaus kamen, wurden noch auf dem OP-Tisch brutal verhört, um die Namen der Komplizen zu erfahren. Manchmal wurde ihnen sogar ärztlichen Beistand verweigert und sie starben qualvoll. Zwei Millionen Rumänen wurden in Folge des Dekrets geboren. Menschen, die es sonst nicht gegeben hätte, die in Rumänien "Decretei", Kinder des Dekrets, genannt wurden. Doch Ceausescus Rechnung ging nicht auf. 23 Jahre später weigerten sich "seine Kinder" - inzwischen erwachsen geworden - den Plan ihres symbolischen Vaters auszuführen. Die meisten Toten der rumänischen Revolution im Dezember 1989 waren nach 1966, dem Jahr des Dekrets 770, geboren. Fast alle Soldaten aus dem Exekutionskommando, das das Ehepaar Ceausescu erschoss, waren "Kinder des Dekrets".  



Di   11. März 2008
14:15 Länder - Menschen - Abenteuer

bis 15:00 45 min Die Karpaten (1/2): Im Norden und Osten Rumäniens  Die Karpaten (1/2): Im Norden und Osten Rumäniens

Die Karpaten machen fast ein Drittel Rumäniens aus und bestimmen wesentlich den Charakter des Landes. Ein halbes Jahr - vom Winter bis zum Sommer - war Georg Feigl in abgelegenen Gebirgsregionen unterwegs, wo nicht selten die Zeit stehengeblieben scheint, wo statt moderner Technik alte handwerkliche und kunsthandwerkliche Traditionen wichtig sind. So entstand ein stimmungsvoller Bericht über wenig bekannte Naturschönheiten, selten gewordene Tiere und über einfaches, aber nicht leichtes Leben auf dem Lande. Im ersten Teil wird gezeigt: Dörfer in der Maramuresch; der heitere Friedhof von Sapinta; das von der Moderne kaum berührte Rodna-Gebirge mit reicher Pflanzen- und Tierwelt (Wölfe, Luchse) im Nationalpark Pietrosu Mare; der Alltag der Holzfäller, ein typischer Wochenmarkt; das Kloster Moldovitsa in der Bukowina.  



Fr   14. März 2008
16:00 hr Eisenbahn-Romantik

bis 16:30 30 min Durch die Schluchten des Balkan - oder: Mit Volldampf ins Abendland  Durch die Schluchten des Balkan - oder: Mit Volldampf ins Abendland

Ausgangspunkt der Reise ist Istanbul. Lange hat schon keine Dampflok mehr den Bosporus in Richtung Westen verlassen - ein Abenteuer der besonderen Art. Die Fahrt führt durch tiefe Schluchten und traumhafte Bergwelten - eindrucksvolle Bahnlinien in einem unbekannten Teil Europas. Im Rhodopengebirge schlängelt sich ein dampfendes Schmalspur-Bähnchen hinauf auf 1.200 Meter, mit einer Dampflok im typischen schwarz-grünen Farbkleid der bulgarischen Staatsbahn. Ebenso beeindruckend wie unbekannt ist Serbien. Jenseits der Krisenberichterstattung bietet dieses sonst so unbeachtete Balkanland viele interessante Eisenbahnstrecken, mit beeindruckenden Schluchten, mit zahllosen Tunnels und steilen Felswänden, teilweise nur einen Arm breit vom Gleis entfernt.  



Sa   15. März 2008
16:10 rbb Eisenbahn-Romantik

bis 16:40 29 min Durch die Schluchten des Balkan oder: Mit Volldampf ins Abendland  Durch die Schluchten des Balkan oder: Mit Volldampf ins Abendland

Ausgangspunkt der Reise ist Istanbul. Lange hat schon keine Dampflok mehr den Bosporus in Richtung Westen verlassen - ein Abenteuer der besonderen Art. Die Fahrt führt durch tiefe Schluchten und traumhafte Bergwelten - eindrucksvolle Bahnlinien in einem unbekannten Teil Europas. Im Rhodopengebirge schlängelt sich ein dampfendes Schmalspur-Bähnchen hinauf auf 1.200 Meter, mit einer Dampflok im typischen schwarz-grünen Farbkleid der bulgarischen Staatsbahn. Ebenso beeindruckend wie unbekannt ist Serbien. Jenseits der Krisenberichterstattung bietet dieses sonst so unbeachtete Balkanland viele interessante Eisenbahnstrecken, mit beeindruckenden Schluchten, mit zahllosen Tunnels und steilen Felswänden, teilweise nur einen Arm breit vom Gleis entfernt.  



So   16. März 2008
16:25 wdr Tag 7

bis 16:55 30 min Wo sind meine Eltern? - Verlassene Kinder in Rumänien  Wo sind meine Eltern? - Verlassene Kinder in Rumänien

Reportagemagazin.  

18:45 phoenix Kleiner Junge, große Töne

bis 19:15 30 min Ein Roma will nach oben  Ein Roma will nach oben

Andrei Trifan ist zwölf Jahre alt und verfolgt den Herzenswunsch, als Tubaspieler Musiker in einer bekannten Blaskapelle zu werden - mit aller Energie. Seine Lebensumstände sind nicht gut. Er wohnt mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester in einem ärmlichen Zwei-Zimmer-Häuschen. Vater und Mutter sind beide arbeitslos. Durch den Zusammenbruch der alten Metall-Kombinate in der benachbarten Großstadt Roman verloren beide ihre Arbeit und leben jetzt von dem, was ihre kleinen Felder hergeben, von den seltenen Einkünften als Tagelöhner oder von den wenigen Auftritten, die Vater Monel als Musiker einer der vielen Blaskapellen bei Auftritten verdient. Andreis schulische Leistungen sind gut, sein Lieblingsfach ist Mathematik. Er will unbedingt heraus aus dieser Welt der Unterentwicklung und Armut, die er jeden Tag vor den Augen und in seinem Alltag hat: Und er will vor allen Dingen seinen Eltern eine Hilfe sein. Andreis Welt ist durch zwiespältige Aspekte bestimmt: durch seine Herkunft als Teil einer in Rumänien unbeliebten Minderheit; aber auch sehr stark durch die Erzählungen der erwachsenen Musiker aus seinem Dorf, die auf Auslandstourneen erfolgreich waren und sich selbstbewusst als "Zigeuner" bezeichnen.  



Mo   17. März 2008
21:00 rbb "... bis neulich"

bis 21:45 45 min Kabarettprogramm mit Volker Pispers  Kabarettprogramm mit Volker Pispers

Einen Streifzug durch die aktuellen Klassiker aus 20 Jahren Kabarett unternimmt Volker Pispers in seinem Jubiläumsprogramm "Bis neulich". Er bringt hier all die Texte auf die Bühne, "die ich selber gerne noch einmal hören möchte" - und ver-knüpft sie mit dem Tagesgeschehen und der eigenen gefühlten Wirklichkeit: "Glauben Sie keinem Wirtschaftexperten! Wer weiß, was in 15 Jahren ist. Wenn ich Ihnen 1989 gesagt hätte, 2004 tritt Rumänien der NATO bei und schlägt Deutschland im Fußball mit der Reservemannschaft 4:1, Sie hätten die Jungs mit den Jäckchen kommen lassen, seien Sie doch ehrlich." Respekt sucht man in Volker Pispers Programm vergeblich. Unverblümt, krass und direkt pendelt er zwischen bitterböse und charmant-witzig - ob er Wahllügen und Wirtschaftprognosen entlarvt, die wahren Ursachen für die Staatsverschuldung aufdeckt, die Dopingfreigabe fördert oder erklärt: "Das Schlimme ist: Wir haben nicht nur keine Regierung, wir haben auch keine Opposition". Berühmt-berüchtigt sind seine gewagten Rechenoperationen. So kommt er beim Thema "Subventionspolitik" von den Arbeitslosen über die Bauern und die zugelassenen Kassenärzte zu den Gefängnisinsassen und schließlich zum Ergebnis: "Für das Geld, was zehn Arbeits-lose kosten, könnte man 120 von ihnen einsperren." Volker Pispers beschäftigen bis heute "so abgefahrene Themen wie Arbeitslosigkeit, Fremdenfeindlichkeit und Staatsverschuldung - alles Dinge, die wir längst hinter uns haben". Er fragt sich: "Braucht man eigentlich ein Gen-Defekt, um Politiker zu werden?", schlägt "einen kleinen Pranger auf dem Marktsplatz" als Mittel gegen Politikverdrossenheit vor und hat den ultimativen Tipp für einen richtig lustigen Nach-mittag: "Lesen Sie die Wirtschaftsprognosen von vor 15 oder 20 Jahren. Damals war der Japaner unser Vorbild. Gut, dass wir nicht gefolgt sind. Heute ist Japan pleiterer, als es die DDR je war."  

21:00 ARD Grenzenlose Liebe

bis 21:45 45 min Rendezvous im Schatten der Mauer  Rendezvous im Schatten der Mauer

Das Schicksal deutsch-deutscher Paare.
Sie waren jung, verliebt und wollten einfach nur zusammen sein. Doch ihren Träumen und einer gemeinsamen Zukunft stand ein unüberwindbares, unbarmherziges Hindernis im Weg - der Eiserne Vorhang. Das Schicksal deutsch-deutscher Paare, die durch den 13. August 1961 jäh auseinandergerissen wurden oder sich später über die Mauer hinweg ineinander verliebten. Sie spürten die große Geschichte am eigenen Leib und Leben, waren dem historischen Lauf der Dinge meist ohnmächtig ausgesetzt - und versuchten doch, im Getriebe des aufgeheizten Kalten Krieges ihren eigenen kleinen Weg zu gehen. Und ihr ganz persönliches Glück zu retten. Gegen alle Wahrscheinlichkeiten und Widerstände. Die Dokumentationsreihe "Grenzenlose Liebe" erzählt zwei dieser packenden und anrührenden Geschichten. Liebespaare, die nicht als Helden geboren wurden, aber plötzlich in den Strudel der Zeitgeschichte gerieten und es tatsächlich schafften, die menschenverachtete Mauer in Deutschland zuerst mit der Kraft ihrer Gefühle und nach langem harten Kampf dann auch persönlich zu überwinden. Die privaten Schicksale spiegeln die große Geschichte. Die einstigen Medienberichte über enttarnte Fluchttunnel und Schauprozesse bekommen ein ganz persönliches Gesicht. Und die Zuschauer - selbst solche, die von der Mauer nur im Geschichtsunterricht gehört haben - erleben das Schicksal der Protagonisten hautnah mit. Bukarest im Juli 1971. An einem vereinbarten Treffpunkt geht eine junge Frau nervös auf und ab. Seit zehn Tagen wartet sie auf einen Unbekannten - ihren Fluchthelfer. Wenn er auch an diesem Tag nicht erscheint, scheitert für Regina aus Ostberlin der zweite Versuch, zu ihrer ersten großen Liebe Eckhard in die BRD zu gelangen. Als sich die beiden 1967 auf einem Klassentreffen der Eltern kennenlernen, ist Regina gerade 17 Jahre alt. Zunächst nähern sie sich einander nur schüchtern, dann aber wächst die Zuneigung mit jedem Treffen. Eckhards entschlossener erster Kuss lässt Reginas letzte Zweifel restlos verschwinden, die beiden schweben auf Wolke Sieben.  



Mo   17. März 2008
21:00 ARD Grenzenlose Liebe

bis 21:45 45 min Rendezvous im Schatten der Mauer  

Das Schicksal deutsch-deutscher Paare.
Sie waren jung, verliebt und wollten einfach nur zusammen sein. Doch ihren Träumen und einer gemeinsamen Zukunft stand ein unüber­windbares, unbarmherziges Hindernis im Weg - der Eiserne Vorhang. Das Schicksal deutsch-deutscher Paare, die durch den 13. August 1961 jäh auseinandergerissen wurden oder sich später über die Mauer hinweg ineinander verliebten. Sie spürten die große Geschichte am eigenen Leib und Leben, waren dem historischen Lauf der Dinge meist ohnmächtig ausgesetzt - und versuchten doch, im Getriebe des aufgeheizten Kalten Krieges ihren eigenen kleinen Weg zu gehen. Und ihr ganz persönliches Glück zu retten. Gegen alle Wahrscheinlichkeiten und Widerstände. Die Dokumentationsreihe "Grenzenlose Liebe" erzählt zwei dieser packenden und anrührenden Geschichten. Liebespaare, die nicht als Helden geboren wurden, aber plötzlich in den Strudel der Zeitgeschichte gerieten und es tatsächlich schafften, die menschenverachtete Mauer in Deutschland zuerst mit der Kraft ihrer Gefühle und nach langem harten Kampf dann auch persönlich zu überwinden. Die privaten Schicksale spiegeln die große Geschichte. Die einstigen Medienberichte über enttarnte Fluchttunnel und Schauprozesse bekommen ein ganz persönliches Gesicht. Und die Zuschauer - selbst solche, die von der Mauer nur im Geschichtsunterricht gehört haben - erleben das Schicksal der Protagonisten hautnah mit. Bukarest im Juli 1971. An einem vereinbarten Treffpunkt geht eine junge Frau nervös auf und ab. Seit zehn Tagen wartet sie auf einen Unbekannten - ihren Fluchthelfer. Wenn er auch an diesem Tag nicht erscheint, scheitert für Regina aus Ostberlin der zweite Versuch, zu ihrer ersten großen Liebe Eckhard in die BRD zu gelangen. Als sich die beiden 1967 auf einem Klassentreffen der Eltern kennenlernen, ist Regina gerade 17 Jahre alt. Zunächst nähern sie sich einander nur schüchtern, dann aber wächst die Zuneigung mit jedem Treffen. Eckhards entschlossener erster Kuss lässt Reginas letzte Zweifel restlos verschwinden, die beiden schweben auf Wolke Sieben.  

21:00 rbb "... bis neulich"

bis 21:45 45 min Kabarettprogramm mit Volker Pispers  

Einen Streifzug durch die aktuellen Klassiker aus 20 Jahren Kabarett unternimmt Volker Pispers in seinem Jubiläumsprogramm "Bis neulich". Er bringt hier all die Texte auf die Bühne, "die ich selber gerne noch einmal hören möchte" - und ver-knüpft sie mit dem Tagesgeschehen und der eigenen gefühlten Wirklichkeit: "Glauben Sie keinem Wirtschaftexperten! Wer weiß, was in 15 Jahren ist. Wenn ich Ihnen 1989 gesagt hätte, 2004 tritt Rumänien der NATO bei und schlägt Deutschland im Fußball mit der Reservemannschaft 4:1, Sie hätten die Jungs mit den Jäckchen kommen lassen, seien Sie doch ehrlich." Respekt sucht man in Volker Pispers Programm vergeblich. Unverblümt, krass und direkt pendelt er zwischen bitterböse und charmant-witzig - ob er Wahllügen und Wirtschaftprognosen entlarvt, die wahren Ursachen für die Staatsverschuldung aufdeckt, die Dopingfreigabe fördert oder erklärt: "Das Schlimme ist: Wir haben nicht nur keine Regierung, wir haben auch keine Opposition". Berühmt-berüchtigt sind seine gewagten Rechenoperationen. So kommt er beim Thema "Subventionspolitik" von den Arbeitslosen über die Bauern und die zugelassenen Kassenärzte zu den Gefängnisinsassen und schließlich zum Ergebnis: "Für das Geld, was zehn Arbeits-lose kosten, könnte man 120 von ihnen einsperren." Volker Pispers beschäftigen bis heute "so abgefahrene Themen wie Arbeitslosigkeit, Fremdenfeindlichkeit und Staatsverschuldung - alles Dinge, die wir längst hinter uns haben". Er fragt sich: "Braucht man eigentlich ein Gen-Defekt, um Politiker zu werden?", schlägt "einen kleinen Pranger auf dem Marktsplatz" als Mittel gegen Politikverdrossenheit vor und hat den ultimativen Tipp für einen richtig lustigen Nach-mittag: "Lesen Sie die Wirtschaftsprognosen von vor 15 oder 20 Jahren. Damals war der Japaner unser Vorbild. Gut, dass wir nicht gefolgt sind. Heute ist Japan pleiterer, als es die DDR je war."  



Di   18. März 2008
22:20 arte Geheimauftrag Kidnapping

bis 23:10 50 min Geheime CIA-Gefängnisse  

In Zusammenarbeit mit europäischen Geheimdiensten und Agenten aus Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas wurden Terrorverdächtige von CIA-Mitarbeitern gekidnappt und in Länder verschleppt, wo sie von örtlichen Geheimdiensten verhört und systematisch gefoltert wurden. Der Dokumentarfilm erzählt unter anderem den Fall des Ägypters Abu Omar al Masri, der im Februar 2003 in Mailand gekidnappt wurde und in einem ägyptischen Foltergefängnis verschwand. Um Al Masri zu entführen, brauchten die Agenten der USA die Hilfe zahlreicher Verbündeter. Das Flugzeug, ein von der CIA gecharterter Jet, musste mehrfach den europäischen Luftraum überfliegen, angeblich ohne Kenntnis der jeweiligen Regierungen. Der Film geht auch den Vorwürfen nach, Polen und Rumänien hätten sich aktiv an dem amerikanischen "Rendition-Programm" beteiligt. Nachdem die illegalen Flüge der CIA und die geheimen Folter-Gefängnisse in Europa aufgedeckt und geortet wurden, verlegten die USA den Schwerpunkt ihrer Strategie nach Afrika. So ist Mombasa in Kenia in den vergangenen Monaten zu einem Schlachtfeld im Krieg gegen den Terror geworden. Mit Unterstützung der USA wurde eine kenianische Anti-Terror-Truppe ausgebildet, die den islamistischen Extremismus im Lande zerschlagen soll und denen jedes Mittel recht ist. Im Zusammenhang mit dem Kampf gegen Al Quaida-Mitglieder und Sympathisanten wurden allerdings auch unschuldige Frauen und Kinder verschleppt und mit illegalen Flügen zwischen Kenia und Somalia hin- und hergeflogen. Was für einige Politiker in den USA eine legitime Taktik im Krieg gegen den Terror ist, könnte, so befürchten die Autoren, die Rekrutierung von jungen Extremisten für den terroristischen Kampf der Al Quaida erheblich erleichtern.  



Do   20. März 2008
20:15 3sat Von Odessa nach Odessa

bis 21:00 45 min Eine Reise um das schwarze Meer  

Mit der Unabhängigkeit der ehemaligen sowjetischen Teilrepubliken und dem Aufstreben des "neuen Russland" rückt der südöstlichste Rand Europas immer mehr in das Blickfeld der Öffentlichkeit. - Der zweiteilige Film ist ein Roadmovie immer entlang der Küstenstraße um das Schwarze Meer. Der Checkpoint auf der Inguri-Brücke am Schwarzen Meer ist Ausgangspunkt des zweiten Teils der Reise. Mit der Unabhängigkeit der ehemaligen sowjetischen Teilrepubliken und dem Aufstreben des "neuen Russland" rückt der südöstlichste Rand Europas immer mehr in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Der zweiteilige Film "Von Odessa nach Odessa" ist ein Roadmovie immer entlang der Küstenstraße um das Schwarze Meer. Georgien, die Türkei, Bulgarien, Rumänien und die Ukraine sind in der zweiten Folge die Etappen der Reise. Die Route führt durch Landschaften mit einer faszinierenden Vielfalt von Völkern und Kulturen. Dem Team begegnen rechristianisierte Georgier in der Nähe von Batumi - an den Ausläufern des Kaukasus. Dort verläuft die Trennlinie zwischen "christlicher" und "muslimischer" Welt. In diesem Grenzgebiet lebt das Volk der Lasen. Wie die Deutschen war es über Jahrzehnte durch den "Eisernen Vorhang" voneinander getrennt. Über die türkische Schwarzmeerküste geht es nach Istanbul, der Passage zwischen Asien und Europa. Von dort über Bulgarien und Rumänien wieder zurück nach Odessa, dem Ausgangspunkt der 5.000 Kilometer langen Rundreise. Der Film ist eine Reise zu Menschen am südöstlichen Rand Europas, zu ihrer reichen Geschichte und ihrer oft überraschenden Gegenwart, eine Begegnung zwischen christlicher und muslimischer Welt.  



Fr   21. März 2008
09:15 phoenix Stationen einer Gefangenschaft

bis 09:30 15 min Zum Karfreitag  

Rumänien in den späten Fünfzigerjahren: Ärzte und Juristen, Theologen und Schriftsteller werden zu Staatsfeinden erklärt und füllen die Gefängnisse. Unter ihnen der Theologiestudent Werner Knall aus Siebenbürgen, verurteilt zu 30 Jahren Haft. Dem Lebenslänglichen in seiner Zelle sind gerade Ketten an Händen und Füßen angelegt worden, da hält ein anderer Gefangener, ein Pfarrer, eine Andacht: "Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen." Trost oder Zynismus? 50 Jahre danach erzählt Werner Knall, der heute als pensionierter Pfarrer in Süddeutschland lebt, wie sie damals für Augenblicke frei sein konnten in der Gefangenschaft, wie sie gemeinsam Musik machten, Gedichte sammelten, füreinander ihr Leben riskierten. Sein erstes Abendmahl hat er als Pfarrer hier gefeiert. Für Werner Knall war diese Zeit in vieler Hinsicht ein Anfang.  



So   23. März 2008
22:00 Zeitreise

bis 22:55 56 min September 1990  

Geschichte und Geschichten des 20. Jahrhunderts (September 1990 Teil 2).
Im Herbst 1990 lag der Mauerfall knapp ein Jahr zurück. Die neue Durchlässigkeit der Grenzen schaffte neue Probleme: 5750 Bürger Rumäniens beantragten Asyl in der Bundesrepublik, die meisten von ihnen Roma und Sinti. Probleme gab es auch bei der Vereinigung zweier sich bis dahin feindlich gegenüberstehender Armeen: Bundeswehr und Nationale Volksarmee der DDR sollten in Zukunft eine gemeinsame Friedenstruppe bilden.  



Mi   26. März 2008
04:10 3sat Asyl

bis 05:10 61 min D 2004  

Im Verlauf weniger Tage entscheidet sich für einige Menschen in einem Berliner Asylantenheim die Zukunft. Alle hoffen auf eine Aufenthaltsgenehmigung, doch für einige von ihnen rückt dieser Wunsch in weite Ferne. Verdammt zum Nichtstun und Warten, verfallen manche in Lethargie, andere in unüberlegten Aktionismus. Ein kurdisches Ehepaar mit kleinem Sohn bereitet sich darauf vor, die erlittene Verfolgung und Folter plausibel zu machen. Doch ihre Aussage wird von einem Dolmetscher verfälscht. Zwei junge Frauen aus dem osteuropäischen Raum, Anna und Vera, werden zu Freundinnen. Anna gibt vor, vom KGB verfolgt worden zu sein, was sie jedoch nicht glaubhaft belegen kann. Timur von der Krim und Denis aus Moldawien, die das Asylantenheim nur als Zwischenstation zu einem Leben auf den Kanaren oder in Australien ansehen, werden um ihren schwarz verdienten Lohn geprellt. Da sie sich beim Asylgesuch als tschetschenische Flüchtlinge ausgegeben haben, werden sie zudem erpresst. Sarina und ihr zwölfjähriger Sohn Adam sind wirklich aus Tschetschenien. Nachdem Sarinas Mann von Russen verschleppt wurde, waren sie geflohen. Adam will notfalls allein zurück, um den Vater zu suchen. Sarina hat Angst, auch noch ihren Sohn zu verlieren. Djibril, der Sohn einer afrikanischen Familie, versucht, in einem einschlägigen Berliner Club eine deutsche Ehefrau zu finden. Er will sein Glück in Deutschland machen, komme, was wolle. Als er eines Morgens ins Heim zurückkommt, ist seine ganze Familie weg - abgeholt von der Polizei und abgeschoben. Herr Singh dagegen möchte einen Polizeieinsatz gegen sich provozieren, was ihm mit der Besetzung fremden Eigentums und stoischer Geduld auch gelingt. Dies scheint die einzige Chance zu sein, seinen Sohn, der unter falschem Namen in Abschiebehaft sitzt, sechs Episoden, die Studenten der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin in einem Regie-Seminar entwickelt haben, wurden unter der künstlerischen Leitung des renommierten Regisseurs Tony Gatlif ("Gadjo Dilo", "Exils") zu einem dichten Gruppenporträt verwoben.  



So   30. März 2008
21:15 3sat Heim ins Nichts

bis 22:05 52 min Flucht und Vertreibung  

Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit jenem Teil der mehr als 12 Millionen geflüchteten, vertriebenen oder umgesiedelten Deutschen, die ehemals zur Donaumonarchie gehörten: Sudetendeutsche, Donauschwaben, Siebenbürger und Südtiroler. Anhand von aktuellen Interviews mit Zeitzeugen (in Österreich, Tschechien, Südtirol und Siebenbürgen) und historischen Aufnahmen wird an die dramatischen Ereignisse, wie etwa den Brünner Todesmarsch, erinnert. Die Historiker Oliver Rathkolb, Leopold Steurer und der Soziologe Vaclav Houzvicka analysieren die Ursachen, die aus Millionen Deutschen die "letzten Opfer Hitlers" gemacht haben: aggressiver Expansionismus, Rassenwahn und ethnische Entmischung. Der Dokumentarfilm erkundet auch die heute herrschende Stimmung unter den Opfern der Vertreibung und ihren Nachkommen sowie die Bemühungen zur Bewältigung der schmerzhaften Vergangenheit.  

04:15 EinsPlus Der Herr der Wölfe

bis 05:00 45 min Ein Wildbiologe in den Karpaten  

Christoph Promberger hat zwei junge Wölfe aus einer rumänischen Wolfsfarm gerettet und dafür gesorgt, dass ihnen das Fell nicht über die Ohren gezogen wird. Er erforscht das Verhalten der zahmen Welpen und führt sie Ökotouristen vor, die wilde Wölfe kaum zu Gesicht bekommen. Und genau denen gilt das Hauptinteresse Prombergers. In einer Lappjagd fängt er Timisch, eine stattliche Wölfin, und legt ihr einen Sender an. Geführt von der Peilantenne der Wildbiologen dokumentiert Kameramann Markus Zeugin das Leben der Karpatenwölfe. Er ist der erste, dem Bilder von der Aufzucht wildlebender Wölfe in Europa gelingen. In ihrem traditionellen Jagdrevier stehen heute Wohnblocks. Timisch zieht bis zum Morgengrauen durch die Straßen, und sogar Braunbären kommen in die Stadt Brasov (Kronstadt) und plündern die Mülltonnen. In Deutschland wäre längst Panik ausgebrochen, doch die Rumänen lassen sich davon nicht irritieren. So kann Christoph Promberger, der "Herr der Wölfe", in Ruhe seine Forschungen durchführen. Sie sollen dazu beitragen, die bedrohte Tierart zu retten.  



Mo   31. März 2008
18:25 Tage, die die Welt bewegten

bis 19:20 50 min Ceausescu und der Schah - Sturz der Diktatoren (The Road to Revolution)  

Im ausgehenden 20. Jahrhundert sollten zwei Revolutionen das Schicksal der Welt beeinflussen: die rumänische Revolution, die mit dem Sturz des Regimes und der Erschießung Nikolae Ceausescus am 25. Dezember 1989 endete, und die iranische Revolution von 1978 / 79, an deren Ende Schah Mohammed Reza Pahlevi aus dem Land vertrieben wurde. Die Dokumentation rekonstruiert, wie es zu den beiden Revolutionen kam.