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![]() Am 18. September 1959 verhaftete die rumänische Securitate vier Männer sowie die Großeltern der Filmemacherin Irène Lusztig wegen angeblichen Überfalls auf einen Geldtransporter, der über eine Million Lei in eine Filiale der Rumänischen Nationalbank bringen sollte. Alle sechs waren jüdische Intellektuelle und hatten in der kommunistischen Untergrundbewegung gegen den Faschismus gekämpft. Die Großmutter der Regisseurin, Monica Sevianu, war die einzige Frau unter den Angeklagten. Als einzige wurde sie auch nicht zum Tode, sondern zu lebenslanger Haft verurteilt. Durch eine Amnestie kam sie jedoch schon nach fünf Jahren frei. Sie wanderte nach Israel aus, wo sie 1977 starb. Der angebliche Banküberfall der "Ionaid-Gang" im Jahr 1959 war einer der umstrittensten politischen Fälle der kommunistischen Ära Rumäniens. Alle sechs Verurteilten waren jüdische Intellektuelle und hatten in der kommunistischen Untergrundbewegung gegen den Faschismus gekämpft. Was den Fall sehr fragwürdig machte, war die Entscheidung der Partei, einen Propagandafilm über das "Verbrechen" und die Verhaftung der "Bandenmitglieder" drehen zu lassen. Der angebliche Dokumentarfilm wurde vom Innenministerium produziert und trug den Titel "Reconstituirea" (Rekonstruktion). Für den Film wurden keine Berufsschauspieler herangezogen, sondern die sechs Verurteilten wurden gezwungen, die offizielle Version des Falles nachzuspielen. Unter Verwendung von Ausschnitten aus dem Propagandafilm "Reconstituirea" zeigt die Filmemacherin Irène Lusztig das gegenwärtige Rumänien, das sich mit dem belastenden Erbe der Vergangenheit auseinandersetzen muss. Mit dem Aufrollen der Geschehnisse um den angeblichen Raubüberfall, der über 40 Jahre von der rumänischen Regierung verschleiert wurde, regt der Film zum Nachdenken über ein von Interessen geleitetes "Konstruieren" von Geschichte an. Und er wirft lebenswichtige Fragen für das heutige Rumänien auf, das sich auf dem dornenreichen Weg von der kommunistischen Diktatur zur Demokratie und zur EU-Mitgliedschaft befindet. |
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"Die rumänische Brass Band "Fanfare Ciocârlia"" ![]() |
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"Jenseits der Karpaten - Rumänien vor dem EU-Beitritt" Vor rund 15 Jahren wurde Rumäniens Diktator Ceausescu gestürzt. Im Jahr 2007 will Rumänien Mitglied der Europäischen Union werden. Ein Land im Umbruch, ein Land zwischen Zerfall und Aufbau. n-tv-Reporter Werner Hubrich hat sich in Siebenbürgen, der wirtschaftlich und kulturell aufstrebendsten Region Rumäniens, umgeschaut und dabei die Menschen auf ihrem steinigen Weg Richtung Europa beobachtet. |
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Folge 2/4, "Henker - Der Tod hat ein Gesicht" Sie haben Urteile vollstreckt und getötet. Die meisten taten es ohne Angst um ihr eigenes Leben. Jeder auf seine Weise, meist im Morgengrauen, nie im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Viele haben jahrelang kaum mit anderen Menschen darüber gesprochen. Doch gegenüber den Dokumentarfilmern Jens Becker und Gunnar Dedio brachen sie ihr Schweigen. Sechs Jahre haben beide recherchiert, für ihren Film gedreht und auch Archivmaterial genutzt. ... und auch der rumänische Offizier Ionel Boeru handelte auf Befehl, als er Nicolae Ceausescu, seinen einstigen obersten Dienstherrn, erschoss. Sie sprechen über ihr Leben, das nicht zu trennen ist von ihrem Auftrag als Henker. |
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"Eine Jungmanagerin in Rumänien" |
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"Der Herr der Wölfe" ![]() In einer Lappjagd fängt er Timisch, eine stattliche Wölfin, und legt ihr einen Sender an. Geführt von der Peilantenne der Wildbiologen dokumentiert Kameramann Markus Zeugin das Leben der Karpaten-Wölfe. Er ist der erste, dem Bilder von der Aufzucht wild lebender Wölfe in Europa gelingen. In ihrem traditionellen Jagdrevier stehen heute Wohnblocks. Timisch zieht bis zum Morgengrauen durch die Straßen. Sogar Braunbären kommen in die Stadt Brasov (Kronstadt) und plündern die Mülltonnen. In Deutschland wäre längst Panik ausgebrochen, doch die Rumänen lassen sich davon nicht irritieren. So kann Christoph Promberger, der "Herr der Wölfe", in Ruhe seine Forschungen durchführen. Sie sollen dazu beitragen, die bedrohte Tierart zu retten. |
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Poiana Brasov/Rumänien: Pressekonferenz nach dem Treffen der NATO-Verteidigungsminister unter Vorsitz des NATO-Generalsekretärs Jaap de Hoop Scheffer |
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"Aberglaube" Beiträge: - Rumänien: Die Angst vor den Untoten - Türkei: Kleine islamische Sünden - Frankreich: Lauter schwarze Freitage - Großbritannien: Unheimliches Dartmoor Rumänien: Die Angst vor den Untoten Wer kennt den Mythos von Dracula nicht, den Mythos von den Untoten, die nachts die Lebenden heimsuchen. Daß dieser Mythos nicht nur eine literarische Erfindung ist sondern seine Wurzeln im Aberglauben hat, zeigt die Reportage aus Maritinol in Rumänien, wo es heute noch vorkommt, dass Tote wieder ausgegraben werden und dass ihnen, wie bei einem jüngsten Fall, das Herz herausgeschnitten wird, damit sie ihren ewigen Frieden finden. |
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Folge 6, "Zwischen Rumänien und Bulgarien" ![]() Auf etwa 500 Kilometer Länge bildet der Fluss die Grenze zwischen Rumänien und Bulgarien. Eine Grenze, die für ihre Anwohner immer spürbar bleibt: Denn es gibt auf der gesamten Strecke nur eine einzige Brücke über die Donau. Das andere Ufer fotografieren? Oder einfach so hinüberfahren? Verboten! Schließlich handelt es sich ja um eine Staatsgrenze: militärisches Gebiet. So beginnt der Film auch im Morgengrauen mit der Festnahme von Benzinschmugglern durch die rumänische Grenzpolizei. Und dann begegnen wir Menschen, die ihr ganzes Leben am Ufer der Donau verbracht haben und noch nie auf die andere Seite hinübergekommen sind - ein Fluss, breiter als ein Ozean. Die traumhaft schönen Landschaften, die wir unterwegs durchqueren, waren seit jeher Grenzregionen: für die alten Griechen am Rande der ihnen bekannten Welt, für die Römer bitter umkämpfte Grenze ihres Riesenreichs, für Bulgaren und Rumänen jahrhundertelang Schauplätze blutiger Auseinandersetzungen, besonders im Kampf um die Befreiung vom "Türkenjoch". Das Leben hier ist geprägt von extremen Gegensätzen: menschlich, landschaftlich, klimatisch, wirtschaftlich und ökologisch. Wir begegnen den unterschiedlichsten Menschen in ihrem Alltag und ihren Erinnerungen. |
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Folge 7, "Im ukrainischen Delta" Drei gewaltige Flussarme bilden das Donaudelta. Der nördlichste ist der größte: der Kilia-Arm. Über 130 Kilometer bildet er die Grenze zwischen der Ukraine und Rumänien. Wir folgen ihm dem ukrainischen Ufer entlang bis zur Mündung ins Schwarze Meer. Wir treffen auf bulgarische und auf moldavische Dörfer und auf die Stadt Ismail mit ihrem Hafen, den Werften und dem Markt, auf dem jeder feilbietet, was er entbehren kann und auf dem kaum einer so viel kaufen kann, wie er braucht. Ismail war bis 1791 eine türkische Festung, dann hat General Suworow sie für den Zaren erobert. Fortan war Ismail russisch, dann rumänisch und nach dem Zweiten Weltkrieg sowjetisch. Jetzt ist Ismail ukrainisch, Heimathafen der ukrainischen, ehemals sowjetischen Donauschifffahrtsgesellschaft. Hinter Ismail beginnt das eigentliche Delta. Das letzte Städtchen vor der Mündung heißt Vilkovo. Vilkovo setzt sich aus mehreren Inseln zusammen. Die Menschen hier nennen ihre Stadt gerne "das kleine Venedig", denn wie Venedig ist das Städtchen von Kanälen durchfurcht, und wie in Venedig ist das Boot das Hauptverkehrsmittel. Vilkovo ist nicht alt. Vor 300 Jahren erst sind die Menschen in diese Wildnis aus Schilf, Sumpf und Wasser gekommen. Sie wurden von den Soldaten des Zaren verfolgt, weil sie sich der Glaubensreform des Patriarchen Nicon widersetzten. Man nennt sie deshalb bis heute die Altgläubigen oder Lipovaner. Die Lipovaner sind Fischer. Sie und die Naturschützer vom Biosphärenreservat nehmen uns schließlich auf ihren Booten mit hinaus in das Delta, in eine Wildnis aus Seen, Inseln, Lagunen, Schilf und Urwald. |
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"Mit Volldampf durch die Karpaten" ![]() In den rumänischen Karpaten gibt es eine der letzten dampflokbetriebenen Waldbahnen Europas. Seit über siebzig Jahren schnauft dieses Relikt vergangener Zeiten fast täglich über ausgefahrene Gleise und mit mindestens einer Reparatur pro Fahrt durch das so genannte Wassertal in der Nähe der Ortschaft Oberwischau. Die großen, noch intakten Waldgebiete der Karpaten und die Schafzucht sind die Existenzgrundlage der hier lebenden Menschen, darunter auch noch etliche Deutschstämmige. Die Schmalspurbahn transportiert Holzfäller hinauf in die tiefen Wälder der Maramures und pro Fahrt rund 200 Tonnen Holz zurück ins Tal. Obwohl die Waldbahn in ihrer Existenz bedroht ist, durch Überschwemmungen wie auch durch die ökonomische Schwäche der Region, hat der junge Feuermacher Gheorghe Andreica nur einen Traum: Er will Lokführer der Waldbahn werden. Die Reportage führt in eine Welt, in der die Zeit stehen geblieben ist. Sonntags in der Kirche gibt es regelmäßig noch Teufelsaustreibungen, und der Schnaps, den die Holzfäller und die Schäfer trinken, hat mindestens 50 % und ist selbstverständlich selbstgebrannt. |
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Folge 27, "Rumänien" Das schräge Reisemagazin mit dem FHM-Autor Grub Smith Heute begibt sich Grub Smith nach Rumänien. Dass er im wilden Osten Europas deutsche Wanderer vor Schlangenbissen schützen muss, klingt ja noch relativ harmlos. Viel abgedrehter ist die Aufgabe, die ihn im Schloss von Graf Dracula erwartet. Hier wird ihm eine ziemlich echte Bloody Mary serviert - natürlich mit Verzehrzwang. Gruselig auch die Kissenschlacht im Bett des Diktators Ceaucescu. Da kann er ruhig noch eine Frau mit Schnurrbart küssen müssen und versuchen bei einer rumänischen Lotterie zu gewinnen. Bei diesem ganz besonderen Glücksspiel werden die Gewinnerzahlen übrigens mithilfe ganz besonderer Kugeln ermittelt: Schweinehoden. |
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