Der Rennkuckuck

Rennkuckuck - Die Rumänien-Seiten

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Geliebter Fremder - Gadjo dilo (Frankreich 1998)
Darsteller:  Romain Duris, Rona Hartner
Regie: Tony Gatlif
FSK: ab 12
Genre: Drama


Kaufen: Video VHS oder DVD

Im Weltbild der Zigeuner (Roma) teilt sich die Menschheit in zwei Gruppen auf: in ihr Volk und in die "Gadjos", die Fremden. Der junge Franzose Stéphane durchquert das winterkalte Rumänien auf der Suche nach der geheimnisvollen Sängerin Nova Luca. Sein verstorbener Vater hatte ihre Lieder in seinen letzten Lebenstagen unentwegt gehört. Gemeinsam mit einem kennengelernten alten Roma kommt er in ein einheimisches Dorf. Nachdem er zuerst abgelehnt wird, helfen ihm die Bewohner schließlich. Immer tiefer dringt er in die fremde Welt ein und lernt insbesondere die leidenschaftliche Sabina näher kennen.

Die für uns weitgehend unbekannte Welt der Roma wird in einfühlsamen Bildern und Begegnungen dargestellt. Tony Gatlif gelingt es insbesondere durch die Musik die Zuschauer zu fesseln, was auch zu mehreren Preisen beim Filmfestival von Locarno 1997 führte.

Kommentar vom Rennkuckuck:
Der Film war so echt, daß ich kurze Zeit später einen Dorfplatz in Siebenbürgen wiederzuerkennen glaubte...

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Zug des Lebens (Frankreich, Nederlande, Rumänien, Belgien 1998)
Original-Titel: Train de Vie
Regie: Radu Mihaileanu
Musik: Goran Bregovic
Spielfilm, 103 Minuten, Farbe


Kaufen: Video VHS oder DVD
Ein kleines jüdisches schtetl, irgendwo im Osten Europas, 1941. Schlomo, der Dorfnarr, überbringt schlimme Nachrichten: Die deutschen Truppen rücken vor, jüdische Dörfer werden eliminiert, ihre Bewohner getötet oder verschleppt. Nach am selben Abend ruft der Rabbi den Rat der Weisen ein, und ausgerechnet Schlomo hat die rettende Idee!
Um der drohenden Deportation durch die Nazi-Truppen zuvorzukommen, beschließen die Dorfbewohner, sich selbst zu deportieren und so vor den Deutschen über Russland bis nach Palästina zu fliehen. Stück für Stück wird ein maroder Güterzug zusammengekauft, Vorräte werden angelegt, einigen der Dorfbewohner wird eine Nazi-Uniform geschneidert und akzentfreies Deutsch beigebracht.

Eines Nachts beginnt der "Zug des Lebens" mit allen Dorfbewohnern seine Irrfahrt in das gelobte Land - Eretz Israel. Unter der allgegenwärtigen Angst, von den echten Deutschen entdeckt zu werden, beginnen die Fliehenden sich zunehmend in ihren Rollenspielen zu verlieren: Die falschen Uniformträger nehmen sich plötzlich sehr wichtig, in der neu gegründeten kommunistischen Gruppe an Bord regt sich heftiger Widerstand gegen diese "bourgeoisen Faschisten".

So rollt der Zug weiter, verfolgt nicht nur von den Deutschen, sondern auch von Partisanen, die ihn sprengen wollen. Mit Mut und Witz meistern die Zug-Insassen die heikelsten Situationen, bis sie sich schließlich der Frontlinie nähern. Besteht eine Aussicht, diese letzte Grenze zu passieren? Sitzen sie wirklich im "Zug des Lebens"?

Filmkritiken

film-dienst 2000-06: Eine bittere Komödie vor dem Hintergrund der Shoa, die das Tragische im Komischen spürbar werden lässt und dem typisch jiddischen Humor ein Denkmal setzt. Zwar hätten manche Charaktere der Vertiefung bedurft, insgesamt aber ist der Film eine überdenkenswerte Auseinandersetzung mit dem Thema Holocaust, der trotz aller erzählerischen Leichtigkeit das Leben als Albtraum schildert.

Cinema 2000-03: Klar, diese Holocaust-Komödie startet lange nach Das Leben ist schön und Jakob der Lügner bei uns in den Kinos. Aber das Lachen gegen den Horror wirkte selten so befreiend wie hier.

TV Today 2000-07: So witzig wie bewegend. Eine märchenhafte (und mehrfach preisgekrönte) Groteske über den Humor als Waffe gegen das Grauen.

Trailer (asf-Datei, englisch 5,9MB)

Weitere Links:     Film.de     Sputnik     CyberKino     Flimberichte

Der mehrfach ausgezeichnete Kinofilm "Zug des Lebens" wird für Schulfilmveranstaltungen ab Jahrgangsstufe 8 empfohlen.



Atlas europäischer Filmkultur 1945-1998


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